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3.-7.8.26
#1
Rückblick
Eine ereignisreiche Handelswoche liegt hinter uns.
Das Fed-Meeting am vergangenen Mittwoch brachte keine neuen Erkenntnisse. Der Zinssatz blieb erwartungsgemäß unverändert.

Dominierende Ereignisse waren der fortgesetzte sich beschleunigende Abverkauf im Chip-Segment, wo der südkoreanische Kospi in der Spitze bis zu 42% unter seinem Allzeithoch vom 22.6. notierte, um am Freitag um spektakuläre 18% zu steigen. Übrig bleibt eine Wochenkerze mit langer Lunte und zwar rotem, aber kleinem Kerzenkörper - eine sog. Hammerkerze, die möglicherweise eine Gegenbewegung einleitet. Trotz dieser Achterbahnfahrt blieb der Index - auf das Jahr 2026 bezogen - stets im grünen Bereich.

   

Spektakulär auch die Ergebnisse zweier Big Techs:
Microsoft legte nach Zahlen im Donnerstagshandel um bis zu 15% zu, während Zweifel an Metas KI-Strategie den Titel um ca. 10% in die Tiefe schickten. Am Freitag wiederholte sich das zweigeteilte Bild - dieses Mal waren Amazon + 15% und Apple mit bis zu - 10% die Protagonisten. In der Regel sind die Unternehmen mit der weltweit höchsten Marktkapitalisierung eher schwerfällig in ihren Bewegungen - ein Move von 15% ist da eher die Ausnahme. Im Fall von Microsoft könnte damit eine einjährige Konsolidierungsphase ihr Ende gefunden haben. Und Amazon notiert nur wenige Dollar unter seinem Allzeithoch.

Auf Indexbasis soll noch ein Blick auf die Monatskerzen folgen: Im Tech-Bereich dominiert die Farbe rot, auch der S&P500 produzierte eine rote Kerze, die an einen sog. Doji erinnernd viele Fragen offen läßt. (Remember: Doji kleiner Kerzenkörper, d.h. geringe Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs signalisiert Unsicherheit oder Unentschlossenheit.)
Auf Wochenbasis jedoch sind bei Nasdaq 100 und S&P500 Umkehrkerzen zu verzeichnen.
Und unser Dax? Er schaffte es bis auf wenige winzig kleine 9 Pünktchen bis an sein bisheriges Allzeithoch bei 25.900, fiel von dort jedoch leider recht kraftlos um gute dreihundert Punkte zurück. Die letzte Entschlossenheit für einen nachaltigen Ausbruch ist leider noch nicht zu erkennen.


Ausblick
Die spannendste Frage in den kommenden Tagen wird sein, ob der Techbereich das Vorwochentief halten kann und - falls ja - wie. Eine Seitwärtsbewegung, eine sich hinziehende Bodenbildung oder doch noch eine kleine Bärenfalle nach unten?
Zur Erinnerung: Unser Basisszenario mit einem möglichen Tief in der zweiten Augusthälfte bleibt bestehen. Eine zwischengeschaltete Erholung ist da kein Widerspruch. Nach den Big-Tech-Quartalsberichten - traditionell dem Höhepunkt einer jeden Berichtssaison fehlen ein wenig die Impulse. Und auch saisonaler Rückenwind - Stichwort: Urlaubszeit/rückläufige Liquidität - ist eher nicht auszumachen. Nichtsdestotrotz die wichtigsten Handelsmarken am Beispiel des Nasdaq 100:
Über dem Freitaghoch bei 28.606 bietet die Gapunterkante bei 28.721 den nächsten Widerstand, bevor bei knapp 29.000 eine ganze Reihe früherer Hochs und Tiefs ein wahres Bollwerk an Widerständen zu überwinden wäre incl. des bisherigen Abwärtstrends. Hier ist eine Pause hochwahrscheinlich.
Nach unten bieten die Retracements und Unterstützungen bei 27.795/27.729 und 27.607 Halt.

Falls erneuter Abwärtsdruck aufkommt, befindet sich bei 26.00 sowie 25.400-25.800 das nächste Unterstützungsband.

   
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