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Wochenausblick 12.-16.10.26
#1
Rückblick:
Nach einem freundlichen Auftakt prallte der Dax Index am Dienstag zum wiederholten Mal an den bekannten Marken im Bereich der 25.500er Marke ab und legte den Rückwärtsgang ein. Auch nach diesem Abpraller erfolgte ein marginal tieferes Tief bei 24.792, bevor eine Erholung einsetzte, die sich am Freitag auch nach Börsenschluss fortsetzen konnte. Die 200 Tage Linie - die niemals als punktgenauer Parameter zu interpretieren ist - , bot also abermals im Verbund mit der prägnanten Unterstützungszone halt. Summa summarum steht die sechste rote Wochenkerze in Folge auf dem Kurszettel. Auch wenn die Dauer der Korrektur recht beeindruckend klingt, trifft dies für das Ausmaß der Kursbewegung mit nur knapp -7% Abschlag nicht zu.
Die aktuellen Prognosemöglichkeiten sind unbefriedigend, das zuviele Kursvarianten konkurieren; eine Gegenbewegung kann sich sicherlich fortsetzen, das 38ger Retracement liegt dieses Mal wieder im Dunstkreis der 25.500er Marke, genau bei 25.492.

Wer die Börsen aufmerksam verfolgt, konnte im Jahresverlauf mehrfach beobachten, dass der Dax während der US-Berichtssaison (s. unten) sich zunächst recht still verhielt, aber mit Beginn der hiesigen Unternehmensberichte durchaus eine für Trader ansehnliche Strecke gen Norden vollzog.

Politisch stand - neben den alten Bekannten Nahostkonflikt, Ölpreis und Inflation - in den vergangenen Wochen die Schuldentragfähigkeit der zweitgrößten Wirtschaft der Euro-Zone - Frankreich - im Blick. Entsprechend verschlechterte sich das Marktumfeld für französische Staatsanleihen und die Aktienkurse französischer Banken. Auch wenn wir kein Freund von Verschwörungstheorien sind, fällt doch die zeitliche Nähe einer von diversen Medien kolportierten potenziellen zweiten Eurokrise zu den im November anstehenden Midterms auf.
Folgender Chart zeigt den Dax im 2-Wochen-Chart mit eingeblendetem Volume-Profile. Das Volume-Profile zeigt an, in welchen Kursbereichen besonders intensiv gehandelt wurde. Unterstützung und Widerstand sind hier nicht weit entfernt.

   

Nicht fehlen darf ein Chart zum EUR-USD Dollar. Kaum nötig zu erwähnen, dass der Euro angesichts der politischen Turbulenzen ebenfalls unter Druck geriet. Hier könnte sich eine zumindest temporäre Stabilisierungam 61,8% Retracement anbahnen.

   

Ausblick:
Am Dienstag eröffnen die US-Banken die Berichtssaison zum dritten Quartal. Am Mittwoch folgen Zahlen zum stark beachteten Consumer Price Index. Die US-Märkte sind stark gedehnt, dennoch sind weitere Hochs möglich.

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Ende des abgelaufenen dritten Quartals 44 Prozent der S&P-500-Aktien mindestens 20 Prozent unter ihrem jeweiligen 52-Wochen-Hoch. Und sieben von elf Sektoren des S&P 500 beendeten das dritte Quartal mit Verlusten, wie aus einer Auswertung des Indexanbieters S&P hervorgeht.
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