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  Big-Tech-Rubrik - Einleitung
Geschrieben von: Inge - 13.04.2026, 11:42 - Forum: Mitteilungen der Moderation - Keine Antworten

Das US-Technologie-Segment - und hier insbesondere die größten marktkapitalisierten Unternehmen - spielt in mehrfacher Hinsicht eine herausragende Rolle an den Kapitalmärkten.

Zum einen durch seine schiere Größe - je nach Quelle summiert sich die Marktkapitalisierung (Wiki) der sog. Magnificent Seven, der sieben führenden US-Technologieunternehmen: Alphabet (Google), Amazon, Apple, Meta (Facebook), Microsoft, Nvidia und Tesla auf ca. 20 Trillionen USD - je nach Stand der Aktienkurse. (Die amerikanische Trillion entspricht der deutschen Billion.)
Zum Vergleich: Das deutsche BIP (Wiki) lag nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamts im Jahr 2025 bei 4,47 Billionen Euro.

Was bedeutet die hohe Marktkapitalisierung für die Aktienmärkte?
Es bedeutet, vereinfacht gesagt, dass die Kursbewegungen der Mag7 in sehr wesentlichem Ausmaß die Kursbewegungen insbesondere von S&P500 und Nasdaq 100 beeinflussen. So beträgt die Marktkapitalisierung der Mag7 im S&P500 ca. 30-35%, das heisst ca. ein Drittel des Wertes des 500 Unternehmen umfassenden S&P500 wird von diesen sieben Unternehmen bestimmt, die restlichen zwei Drittel entfallen auf die "restlichen" 493 Unternehmen.
Man spricht in diesem Zusammenhang von einem Klumpenrisiko - ein angesichts dieser Dimensionen eher niedlich anmutender Begriff.

Nicht nur ein Klumpen..
..nein, der nächste Klumpen besteht darin, dass die BigTechs - trotz astronomisch hoher Quartalsgewinne im zweistelligen Milliardenbereich - zur Finanzierung ihrer gewaltigen KI-Investitionen den Kapitalmarkt anzapfen und Kredite in zweistelliger Milliardenhöhe aufnehmen, die ihnen aufgrund ihrer phantastischen Bonität (Wiki) natürlich auch gewährt werden. Im Fall der Fälle

Der für Euch wichtigste Klumpen jedoch betrifft all diejenigen, die langfristig in ETF-Sparpläne investieren und der allgemein verbreiteten und durchaus sinnvollen Empfehlung zur Risikostreuung gefolgt sind. Solltet Ihr zu diesem Zwecke z.B. in einen ETF auf den MSCI World einzahlen, so trefft Ihr auch hier auf dasselbe Phänomen: Im MSCI World sind die Mag7 mit 20-25% gewichtet. D.h. die Diversifikation funktioniert nicht in dem Ausmaß wie gewünscht.
Deshalb gilt: Auch Sparpläne gehören regelmäßig auf den Prüfstand. Passivität wäre hier fehl am Platz. Die Welt ist in Bewegung!

Fazit:
Auch wenn wir hier einige Bedenken aufgeführt haben, US BigTech und das Thema KI bleiben ein aussichtsreiches und lohnenswertes Investment- und Trading-Thema.
Aus diesem Grunde findet Ihr an dieser Stelle regelmäßige charttechnische Updates zu den genannten Titeln. Und natürlich vergessen wir auch die zweite Reihe nicht, wenn sich - wie im Moment bei Tesla - ein Favoritenwechsel anbahnt.

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  TSMC - Elliott-Wellen-Analyse
Geschrieben von: Inge - 12.04.2026, 17:29 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Limited, kurz TSMC, ist der weltweit größte unabhängige Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte. Wichtige Kunden sind Nvidia, Apple und AMD.

Der stetig wachsende Bedarf an Hochleistungsprozessoren verhalf TSMC auch im 1. Quartal 26 zu einer kräftigen Steigerung seiner Ergebnisse. Von Bremsspuren durch den Nahostkonflikt oder Abkühlung der Weltwirtschaft keine Spur.

Das große Bild:
TSMC befindet sich seit geraumer Zeit in einer hochdynamischen Rallye - der Chart (1 Kerze entspricht 1 Jahr) zeigt also 3 Jahre in Folge mit großen grünen Kerzen, sog. Trendkerzen. In dieser Zeit hat sich der Wert vervielfacht.
Aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie befindet sich TSMC in einer Welle 3 - in den Aktienmärkten das Filetstück und damit die bevorzugte Beute von Tradern und Investoren. Die Welle 3 hat bereits die 261,8% Expansion der gesamten Amplitude von Welle 1 erreicht (s. blauer Pfeil).
Bei ca. 300 USD ist eine Unterstützung markiert.
Das ist die grobe Orientierung, die wir von dieser hohen Zeitebene mitnehmen.

   

Unser nächster Blick gilt dem Monatschart. Auch der Monatschart zählt noch zu den hohen Zeitebenen.
Wir sehen auch hier, dass der blaue Pfeil auf eine wichtige Fibonnacci-Zahl weist, die 161,8% Extension der roten Welle 1, gemessen vom Tief der Welle 2. D.h. die rote Welle 3 ist 161,8% so lang wie die rote Welle 1. Dies entspricht einer Standard- Relation zwischen einer Welle 1 und einer Welle 3.
Wir sehen, dass TSMC seit dem im Februar 26 erreichten Allzeithoch in eine Seitwärtsbewegung eingetreten ist. Auch die exzellenten Quartalsergebnisse vom 10.4.26 vermochten keinen Freudensprung nach oben auszulösen.
Eine solche Konstellation deutet oftmals auf eine Pause hin. (Bzw. wie im vorliegenden Fall auf die Verlängerung einer solchen.)
Da wir auf der anderen Seite mittelfristig eine Fortsetzung der Rallye erwarten, wandert der Titel auf die Watchlist.
Im Idealfall verbleibt die Konsolidierung über 300 USD.
Mehr Infos - warum und wieso dort - folgen im nächsten Beitrag zu TSMC.

   

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  Wochenausblick 13.-17.4.2026
Geschrieben von: Inge - 10.04.2026, 09:09 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Rückblick:
Mr. Trump schoss die Aktienindizes mit der Ankündigung einer 14tätgigen Waffenruhe im Nahostkonflikt kurzfristig in den Himmel und den Ölpreis (leider nicht) in die Hölle, aber zumindest kurzfristig prozentual zweistellig nach unten.
Für den Dax war damit die "Wochenarbeit" erledigt, und er verbrachte die restliche "Arbeitszeit" mit der Konsolidierung dieser Bewegung, ein nicht untypisches Muster. Das Ausmaß der Konsolidierung - ca. 38,2% und damit ebenfalls typisch- lässt für die kommende Woche alle Bewegungsrichtungen offen. Das zumindest vorläufige Scheitern der US-/Iran-Gespräche dürfte jedoch einem zügellosem Optimismus vorerst einen Riegel vorschieben.
Etwas mehr Zügellosigkeit darf man den US-Indizes - und hier insbesondere dem Nasdaq 100 und dem S&P500, attestieren, die auch an den Folgetagen nach der Ankündigung neue Hochs erreichen und in der Nähe ihrer Wochenhochs schließen konnten.
Der S&P500 bildete gar die größte bullische Wochenkerze seit Juni 2025 aus.

Earnings:
Am Freitag berichtete TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Europe) - s. Aktuelles vom 10.04.26 - einen Umsatzsprung von 35% für das 1. Quartal 2026. Die Reaktion fiel mit einem Plus von 1,4% eher verhalten aus. Kein Wunder: Hatten die Analysten dieses Ergebnis nahezu exakt geschätzt und die Marktteilnehmer die Party bereits gefeiert. In unserer neuen Sparte "Big Tech" gibt's eine Elliott-Wellen-Analyse für diesen wichtigen Titel.

Inflationsdaten:  Der PCE (Personal Consumption Expenditures)-Index - auf grund seiner robusten Berechnungsweise die für die FED maßgeblichste Kennziffer unter den Inflationsdaten - bewegte sich im Rahmen der Erwartungen, der CPI (Consumer Price Index) wies einen Anstieg auf.


Ausblick:
Wie geht es weiter?
Es gibt ein Dilemma, das Investoren und Tradern auch in der kommenden Woche erhalten bleibt. Welches? Nicht schwer - der Nahostkonflikt.
Diesen Umstand bitten wir unsere Leser, trotz geltender Waffenruhe und auch bei optimistisch anmutenden Kursprognosen weiterhin im Hinterkopf zu behalten.

Wichtigstes Ereignis der kommenden Woche dürfte der Beginn der US-Berichtssaison sein, deren Startschuss traditionell mit den Quartalsergebnissen der Banken fällt.
Die Termine sind:
Montag: Goldman Sachs
Dienstag: JP Morgan, Wells Fargo, Citigroup
Mittwoch: Bank of America, Morgan Stanley

Zu den Berichtsterminen der US-Schwergewichte - sprich: der Magnificent Seven erscheint ein gesonderter Beitrag.
Hier wird auch in einem kurzen Exkurs eine Trading-Strategie zum Thema Berichtssaison vorgestellt.

Kurzfristig ist insbesondere den US-Indizes weiteres Aufwärtspotenzial zuzugestehen. Aus den bisherigen Kursstrukturen seit den Tiefs Ende März lassen sich ggf. nach kurzer Konsolidierung Ziele bis in den Bereich 25.557 - bis knapp 25.900 und in der Folge nach einer abermaligen Konsolidierung Ziele bis 26.172 bis 26.483 - also neuen Allzeithochs - herleiten. Eine Änderung wird zeitnah kommuniziert.

Folgender Chart zeigt diese Möglichkeiten für den Nasdaq 100:

   


15.4.26
gestern publizierten April-Umfrage der Bank of America ihre Investments in Aktien der Eurozone sehr deutlich zurückgefahren haben. Nur noch netto 4 Prozent von ihnen gaben an, dort übergewichtet zu sein – im März betrug dieser Saldo noch 21 Prozent.

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  Update Big Tech 2
Geschrieben von: Inge - 09.04.2026, 17:41 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Apple

Seit dem Allzeithoch im November 2025 und dem Tief im Januar 2026 hat sich eine Range ausgebildet. (Range= Wertebereich, in dem der Kurs mehrfach zwischen Ober- und Untergrenze hin- und herpendelt).
Diese Range hat weiterhin Bestand und das Tief von 245,51 USD fiel exakt in den mit 246-240 USD angegebenen Unterstützungsbereich.
Wie bereits ausgeführt, ist - solange dieser Bereich nicht unterschritten wird - ein direkter weiterer Anstieg möglich.
Die Ergebnisse für das erste Quattal 2026 werden am 30.4.26 veröffentlicht.

   

Nvidia

Auch bei Nvidia wurde der im letzten Beitrag genannte Unterstützungsbereich exakt getroffen. Auch hier bleibt in der Folge eine direkte Wiederaufnahme des Trends möglich.
Der nächste Widerstand liegt bei ca. 191 USD.

Nvidia ist der letzte Kandidat im Zahlenreigen und berichtet die Ergebnisse für's erste Quartal 26 erst am 20.5.26.

   

Tesla
Last - und auch least, zumindest, was die Performance der Aktie seit dem letzten Beitrag anbelangt, ein Blick auf Tesla.
Der Chart ist im Hinblick auf die zukünftige Kursentwicklung nach wie vor sehr mehrdeutig. Die durch den Irankrieg angekurbelte Nachfrage nach Elektroautos scheint jedenfalls bis heute an den Marktteilnehmern abzuprallen.
Die Quartalsergebnisse werden am 22.4.26 vorgelegt.

   

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  Update Big Tech
Geschrieben von: Inge - 09.04.2026, 14:23 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Microsoft
Die Microsoft-Aktie ist weiterhin schwach. Es wurde zwar ein Rücklauf oberhalb des genannten Unterstützungsbereiches von 340 USD angestoßen, der aber bis dato wenig überzeugen kann.
Sollten sich weitere Tiefs ausbilden, so sind die 349 bis 335 USD möglicher Zielbereich.
Erst oberhalb von 408 USD (38,2% Retracement - wie eingezeichnet) stabilisiert sich die Lage.
Die nächsten Widerstände darüber sind 425 und 450.
Zu beachten ist der 29.4.26, an dem die nächsten Quartalszahlen präsentiert werden.


   

Alphabet
Alphabet hat den angegebenen Korrekturbereich leicht unterschritten.
Der kräftige Rebound erreichte bereits das 61,8% Retracement der vorherigen Abwärtsbewegung.

Ob die laufende Bewegung Teil der Korrektur ist oder einen neuen Impuls mit neuen Bewegungshochs einleitet, ist nicht ausreichend erkennbar.
Zu beachten ist auch hier der 29.4.26, an dem die nächsten Quartalszahlen präsentiert werden.

   

Amazon
Amazon befindet sich nach wie vor in einer Konsolidierung - der Beginn des Rebounds war dreiwellig.
Die Bewegung verläuft hoch dynamisch und hat noch Potenzial.
Zu beachten ist der 23.4.26, an dem die Zahlen für das erste Quartal präsentiert werden.


   

Meta
Hochdynamisch auch Meta. Zahlen am 29.4. Die Bewegung hat noch Potenzial.
Widerstände: 658-673.


   

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  Chartanalyse Level 2 oder 3
Geschrieben von: Inge - 09.04.2026, 12:45 - Forum: Mitteilungen der Moderation - Keine Antworten

Chartanalyse mit der Fibonnacci-Folge
Bi

Elliott Wave - Big Picture im Monatschart

Rheinmetall
Die Rheinmetall-Aktie hat seit dem Asubruch des Ukraine-Krieges eine rasante Aufwärtsbewegung vollzogen.

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  Wochenausblick: 07.-10.4.26
Geschrieben von: Inge - 06.04.2026, 11:23 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Rückblick:
Der Feiertags-Bias hat für Stabilisierung gesorgt. Der Dax schloss die Vorosterwoche ohne neues Verlaufstief mit grüner Wochenkerze ab, während seine US-amerikanischen Pendants noch ein weiteres Tief ausbildeten. Aber auch dort setzen lange grüne Kerzen im Wochenchart ein Ausrufezeichen.
Im Dow Jones und S&P500 endete somit eine Serie von fünf roten Wochenkerzen in Folge.
Inwieweit Monats- und Quartalswechsel - Stichwort: Window-Dressing - einen Beitrag geleistet haben, sei dahingestellt.

Politik:
Die Unsicherheit bzgl. des Nahostkonfliktes bleibt. Ultimatum ja, Ultimatum nein. Neues Ultimatum - ja, Neues Ultimatum - nein?
Der Ölpreis spielt natürlich nach wie vor eine dominante Rolle.

Ausblick:
Termine:
In der neuen Woche dürften neben der Politik wichtige Inflationsdaten die Musik bestimmen:
Mittwoch - FOMC- Protokoll: Sitzungsprotokoll der US-Notenbank
Donnerstag: PCE (Personal Consumption Expenditures) - bevorzugtes Inflationsmaß der FED (US-Notenbank)
PPI (Producer Price index) - Erzeugerpreise
Freitag - CPI (Consumer Price Index) - Konsumentenpreise

Aktienindizes:
Der Blick auf die Aktienindizes läßt einen deutlichen "Willen" zur Stabilisierung erkennen, s.o.: Obwohl die Nachrichtenlage sich in keinerlei Hinsicht gebessert hat - Mr. President stellt in immer kürzeren Zeitabständen ein nahendes Kriegsende in Aussicht und bleibt natürlich sowohl  im Hinblick auf die Midterm-Elections als auch bodentiefer Umfragewerte unter Druck - reagieren die Aktienmärkte nicht mehr mit Ausflügen gen Süden. Aus sentimenttechnischer Sicht spricht man davon, dass der Markt alles (bisher bekannte) Negative erst einmal eingepreist hat.

Die Aussicht auf die US-Berichtssaison ab der kommenden Woche und ein bevorstehender Dividendenrekord im Dax könnten die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer von geopolitischen Spannungen zumindest zeitweise ablenken. Darüber hinaus gehört der April auch unter saisonalen Gesichtspunkten zu den stärkeren Monaten im Jahr.

Fazit:
Sollten weitere - unerwartete - politische Störfeuer ausbleiben, gehen wir von einer mehrwöchigen Stabilisierung aus.
Eine großartige Übung für (künftige) Rebound- bzw. Retracement-Trader: Schaut Euch die Charts an - und notiert die zentralen Widerstände und Unterstützungen.
Ausgehend vom Monats- oder Wochenchart bis hinunter zu den Zeitebenen, auf denen Ihr (zukünftig) handeln möchtet!
Erläuterung und Beispiele findet Ihr unter Chartanalyse Level I, Unterstützung und Widerstand! https://xn--meine-brse-kcb.de/level-i/

Alle genutzten Begriffe wie Sentiment - Fibonnacci - Gaps - Inflationsmaße, usw. werden von uns in separaten Beiträgen praxisnah erläutert.

Unten stehend ein aktueller Xetra-Dax-Tageschart:
Sowohl die Fibonnacci-Retracements als auch die Unter- und Oberkanten der eingezeichneten Gaps stellen potenzielle Rücklaufmarken dar.
Gaps (Kurslücken) tendieren dazu, früher oder später geschlossen zu werden.

   

Woher bekomme ich die Termine?
Stimmung: Vorbereitung auf geplante IPOs - Beispiele in Extra-Beitrag. Open AI. Space X.

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  Chartanalyse für Einsteiger - aktuell
Geschrieben von: Inge - 27.03.2026, 15:21 - Forum: Mitteilungen der Moderation - Keine Antworten

Ein Trend ist (erst einmal) vorüber - Topbildung und obere Umkehr

Wie im Thread zum Thema Trend ausgeführt, geht man beim Bruch eines Trendkanals vom Ende einer Trendbewegung aus.

Je länger ein Trend anhält, desto bedeutsamer ist ein Bruch dieses Trends und desto länger ist die sich anschließende Korrektur- oder Konsolidierungsphase und desto größer ist auch in der Regel der Kursrückgang.

Das Ende einer Trendbewegung zu bestimmen ist oftmals sehr schwierig. Warum das so ist, erfahrt Ihr in den kommenden Beiträgen.
Heute schauen wir auf ein aktuelles Beispiel, wie ein Trendbruch sich entfalten kann.

Der Nasdaq 100 bildete im Oktober 2025 sein bis dato letztes Allzeithoch aus - seitdem befindet er sich in einer Konsolidierung - also bis heute (Ende März '26) bereits seit 5 Monaten.
Wie im nachfolgenden Chart ersichtlich, verlief diese Korrektur eher flach und mit geringen Ausschlägen. So lässt sich der Kursverlauf gut in einem lang gezogenen Rechteck einfangen. Dieses Rechteck verließ der Nasdaq 100 am gestrigen Tag nach unten - und vollendete damit ein sog. Top.

Ob es tatsächlich bei einer Topbildung bleibt, sei jetzt erst einmal dahingestellt. Generell sind solche sensiblen Bereiche im Chart ein Fest für Bären-, resp. Bullenfallen. So heißen die Fehlsignale, je nachdem in welcher Richtung sie stattfinden.

Die Ziele aus einer solchen Oberen Umkehr sind recht einfach zu ermitteln: Man misst die maximale Höhe der Formation und trägt sie nach unten ab. Schaut Euch einfach den Chart an. Es handelt sich um einen Wochenchart. Die rote Linie ist der durchschnittliche Kursverlauf der letzten 200 Wochen - also der letzten knapp 4 Jahre. Ein wichtiger Parameter in einem längerfristigen Chart. Zur Zeit notiert der Index mit deutlichem Abstand darüber.

Weiterhin zeigt uns der Chart das Tief aus dem April 2025. Wir sehen hier, dass zeitgleich mit dem Ende einer dynamischen Abwärtsbewegung eine Volumenspitze, auch Volumenpeak genannt, entsteht. Treten das Tief einer sich mit hoher Dynamik vollziehenden Abwärtsbewegung und ein Volumenpeak gemeinsam auf, spricht man von einem Selling Climax oder auch einer Kapitulation. Die letzten Optimisten werfen das Handtuch, während im Hintergrund bereits erfahrene Käufer Aktien einzusammeln beginnen. Ein solches Phänomen - panikartiger Abverkauf unter hohem Volumen - markiert oftmals einen signifikanten Tiefpunkt.

   

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  30.3. - 2.4.26 - die Osternden
Geschrieben von: Inge - 26.03.2026, 18:43 - Forum: Trading-Notizen - Keine Antworten

Verkürzte Handelswoche - positiver Feiertagsbias?

Im Vorfeld wichtiger Feiertage steigt in der Regel nicht allein die Vorfreude auf die freie Zeit, sondern auch die Zuversicht der Marktteilnehmer an den Börsenplätzen. Dieses auch "Feiertags-Bias" genannte Phänomen schlägt sich im langjährigen Vergleich in einer positiveren Performance für diese Zeiträume nieder. Aber zuerst ein Rückblick auf die vergangene Handelswoche:

Rückblick:
Der - wie berichtet - turbulente Wochenanfang mit Mr. Presidents Ankündigung eines quasi unmittelbar bevorstehendem Friedensabkommens wurde im Dax mit einer Handelsspanne von ca. 1.200 Punkten quittiert. Den Rest der Handelswoche verbrachte der Dax innerhalb dieser außergewöhnlichen Montagskerze - er bildete aus charttechnischer Sicht sog. Inside Bars aus, d.h. er konsolidierte die dynamische Bewegung.

Ganz wesentlich für's Traden/Shorten: Wie bereits mehrfach erwähnt, steigt mit zunehmender Dauer besonders einer scharfen Abwärtsbewegung das Risiko heftigster Gegenbewegungen. Bestehende Gewinne aus Short-Positionen werden pulverisiert, spät eingegangene Short-Positionen rutschen vielleicht sogar ins Minus. Selbst ein protektiv eingezogener Stopp Loss-Kurs wird nur zu schlechteren Konditionen oder gar nicht ausgelöst.

Am Donnerstagabend folgten Nasdaq 100 und S&P500 unserem deutschen Leitindex und vollendeten ebenfalls eine obere Umkehr, der sich ein dynamischer Abverkauf am Freitag anschloss.

Ausblick:
Xetra-Dax:
Sollte weitere Schwäche auftreten, so bildet das noch offene Gap im Xetra-Dax bei 21.722-21.436 Punkten weiteren Support. Bei 21.438 liegt noch eine wichtige Fibonnacci-Projektion (Erklärung später.) Zuvor ist jedoch noch bei 21.863 - dem Vorwochentief - auf eine Gegenreaktion zu achten.

US-Aktienmärkte:
Im Nasdaq 100 ergibt sich aus der oberen Umkehr ein rechnerisches Ziel bei ca. 21.700. Das entspricht einem rechnerischen Abschlagspotential von ca. 2000 Punkten. Ob das Abschlagpotential unmittelbar ausgeschöpft wird, bleibt trotz des dynamischen Abverkaufs offen. Rein technisch befindet sich der Index im Tageschart unter dem unteren Rand des Bollinger Bandes, ist also deutlich überverkauft, so dass auf Gegenreaktionen zu achten ist.
Knapp unter 23.000 Punkten befindet sich der nächste Unterstützungsbereich - wie nachfolgender Chart zeigt.

   

Im S&P 500 liegt das Ziel aus der oberen Umkehr bei ca. 6.100 Punkten.

Besorgniserregend ist, daß auch die Index-Schwergewichte - insbes. Meta, aber auch Alphabet - mittlerweile Verkaufssignale gegeben haben.
Wir werden in den kommenden Tagen Updates für diese Titel erstellen.

Das wichtigste Wirtschaftsdatum der Woche ist der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Börsen bei uns sind wegen Karfreitag geschlossen.

_____________________________________________________________________
#Aktien für die Watchlist
Rheinmetall-Topbildung
SAP
Beiersdorf

1. Quartal ist Geschichte.
Index Radar:
...reinigende Gewitter: Bisher gab es noch keinen klassischen Kapitulationstag mit einem Abwärtsvolumen von über 90 Prozent. Zudem weisen rund 40 Prozent der Mitglieder im Nasdaq 100 weiterhin einen intakten Aufwärtstrend auf und stehen über ihrer 200-Tage-Linie auf (Indikator 2). Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den Tiefstständen früherer Krisen (Zoll-Crash, 2022er-Bärenmarkt), in denen diese Quote unter 20 Prozent rutschte.

Dow Jones als Chartanalyse Level 3
VDax-New und Vix
https://keyinvest-de.ubs.com/marktuebers...etsmonitor
Rohstoffüberblick
https://keyinvest-de.ubs.com/marktuebers...ff-monitor
KI-Infrastrukturtitel und Speicheraktien wie Applied Materials, Cisco, Arista und Micron massiv unter Räder.

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  Chartanalyse für Einsteiger: Der Trend
Geschrieben von: Inge - 25.03.2026, 16:38 - Forum: Mitteilungen der Moderation - Keine Antworten

Würde man eine Zählung der am häufigsten genannten Börsenbegriffe durchführen, so hat der Begriff "Trend" exzellente Chancen auf einen der vordersten Plätze.
Warum das so ist, erfahrt Ihr gleich hier:

Nachfolgend seht Ihr einen mehrjährigen Aufwärtstrend im EuroStoxx 50:

   


Ihr seht: Trend- oder Impulsbewegungen und Korrekturen wechseln sich ab. Das ist ein Grundprinzip aller Bewegungen an den Börsen.
Warum sehen wir hier einen Aufwärtstrend?
Richtig: Ein Aufwärtstrend braucht per Definition höhere Hochs und höhere Tiefs.
Und umgekehrt gilt: Ein Abwärtstrend ist charakterisiert durch tiefere Hochs und tiefere Tiefs.

Ihr seht im Chart einen eingezeichneten Trendkanal. Er entsteht, wenn man die steigenden Tiefpunkte miteinander verbindet. Im vorliegenden Beispiel gelingt dies nicht ganz exakt, die Kurse "halten" sich nicht an unsere Trendlinie. In einem solchen Fall versucht man einen Trendkanal so einzuzeichnen, dass er das Kursgeschehen bestmöglich einfängt. Für das Zeichnen eines Trendkanals findet Ihr in den gängigen Chartsoftwaren die passenden Tools.
Wichtig ist noch ein kurzer Blick auf die Begriffe:
Trendunter- und -oberkante sprechen für sich. Die Mittelachse verdient jedoch auch unsere Beachtung: Wie man sieht, prallt der Kurs von oben kommend, mehrfach wieder nach oben ab. Zeitweise hangelt er sich über längere Zeit daran hoch. Sie dient also als wichtige Orientierung.

Der folgende Chart verdeutlicht noch einmal das Gesagte.
Die grünen Balken zeigen das in diesem Trend erreichbare maximale Gewinnpotential.
Der rote Balken sagt: Verlässt der Kurs den Trendkanal nachhaltig nach unten, sprechen wir von einem Trendbruch. Der Aufwärtstrend ist beendet, und eine Phase schwächerer Kurse wird wahrscheinlich.

   

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